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Juristische Aufarbeitung des HGAA-Kaufs gescheitert

Das vorzeitige Prozessende gegen vier frühere Vorstände der Bayerischen Landesbank gibt zu denken.
Es geht doch bei der Beurteilung des Kaufs der Hypo Group Alpe
Adria im Jahr 2007 nicht darum, ob es eine unternehmerisch richtige oder
falsche Entscheidung war, sondern darum, wie die Bank gekauft wurde: nämlich
grob fahrlässig! Die Risiken wurden vertraglich nicht abgesichert, die
Sorgfältigkeitsprüfung (Due Diligence) war vor der Vertragsunterzeichnung nicht vollständig abgeschlossen.
Wie kann es sein, dass die bayerische Justiz hier keinerlei Nachweis für ein
Fehlverhalten findet? Aus der Sicht der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist
das völlig unverständlich! Und kein Trost: Die 20.000 Euro, die beispielsweise
Dr. Michael Kemmer, der frühere Finanzvorstand und spätere Vorstandsvorsitzende der BayernLB, zahlen muss, sind gerade mal 0,005 Promille des bisher verursachten Schadens!

Bleibt zu hoffen, dass das Gericht bei den Rest-Angeklagten Werner Schmidt und Rudolf Hanisch etwas genauer hinschaut.

Thomas Mütze, MdL

>Endlich ein Experte mich Rechenkünsten

>Florian Wirsching ist ein guter Mann, von Ernst & Young.

Vor der Staatsanwaltschaft und heute im Untersuchungsausschuss bezeugte er, dass allen Beteiligten der BayernLB klar war, dass mit dem Kauf der HGAA weitere Kapitalerhöhungen zur Finanzierung der ambitionierten Planung erforderlich sein werden.

Genau dies streiten alle Verwaltungsräte ab, wo doch schon eine einfache Milchbubenrechnung bereits vor dem Kauf ergab, dass man ohne Kapitalerhöhung in dreistelliger Millionenhöhe bei der HGAA und bei der Mutter BayernLB den Zukauf nicht verdauen wird können. Zwischen Signing im Mai und Closing im Oktober 2007 ist dieser Millionenbetrag durch die Kapitalanforderungen der Kroatischen Nationalbank weiter gestiegen.

Und wer genau rechnen kann, weiß, dass die Zusatzkosten zum Kaufpreis hinzugerechnet werden müssen!