Keine Trendwende in Sicht

BayernLB kämpft mit Altlasten und hat immer noch kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell

Pressemeldung der Fraktion vom 29.08.11 anlässlich der BayernLB-Halbjahresbilanz :

Die Landtagsgrünen haben die heute vorgelegte Halbjahresbilanz der BayernLB mit großer Skepsis beurteilt: „Die Gewinne der Bank sind niedriger als im Vorjahresvergleich“, warnte der finanzpolitische Sprecher Eike Hallitzky. „Von einer positiven Trendwende ist nichts zu erkennen: Die Hypotheken aus der Vergangenheit wiegen dagegen schwer und das rettende Geschäftsmodell für die Zukunft fehlt.“

Die BayernLB befände sich nach wie vor in einer Zwickmühle: Wachstum im operativen Geschäft sei für die Landesbank in Bayern nur in Konkurrenz zu den Sparkassen möglich. Wie ein Damoklesschwert hänge darüber hinaus das immer noch schwebende EU-Beihilfeverfahren über der Bank. Weitere Milliardenverluste drohten aus der Abschirmung des ABS-Portfolios, also des Handels mit faulen US-Immobilienkrediten.

Vor diesem Hintergrund nannte Eike Hallitzky die Diskussionen um eine Rückzahlung der 10-Milliarden-Staatshilfe Augenwischerei: „Es wird höchste Zeit, dass die Staatsregierung endlich eingesteht, dass der Großteil der Milliardenhilfen für die bayerischen Steuerzahler verloren ist.“ So sei die Bayerische Landesbank sogar in ihrer Blüte im Jahre 2006 nie mehr als rund neun Milliarden Euro wert gewesen. „Wie also soll der Freistaat bei einer halb so starken Bank jemals die komplette Rückzahlung der Staatshilfen samt dem davor schon gezeichneten Eigenkapital in Höhe mehrerer Milliarden zurückerhalten?“ Angesichts der erneut aufgeflammten Spekulationen um das EU-Beihilfeverfahren forderte Eike Hallitzky die Staatsregierung zu raschem Handeln auf: „Die Hängepartie um die Zukunft der Landesbank muss ein Ende haben. Wir fordern dringen Aufklärung über den aktuellen Sachstand der Verhandlungen.“

One Response to Keine Trendwende in Sicht

  1. Super Blog, gefaellt mir sehr.