Vorratssponsoring Naser – DKB macht Werbung, verkauft aber nichts!

>Den ehemaligen BayernLB-Verwaltungsräten Faltlhauser und Naser kommt beim überteuerten Kauf der Pleitebank Hypo Alpe Adria besondere Verantwortung zu. Hatten doch beide am 15.05.2007 dem Vorstandsvorsitzenden der BayernLB Werner Schmidt vor Beendigung der Due Diligence grünes Licht signalisiert. Beide wurden deshalb heute nochmals vor den  Untersuchungsausschuss geladen.

Ergebnis der heutigen Zeugeneinvernahme:

* Die Widersprüche in Punkto Bestechung Jörg Haiders konnte Naser heute nicht aufklären. Sein Wort steht gegen das Werner Schmidts, auch gegen die Aussagen des Beschuldigten Hanisch. Zur Erinnerung: Haider verlangte 10 Mio. Sponsorgelder für seinen Retortenclub SK Kärnten.
* Erst bei der DKB-Aufsichtsratssitzung am 12.07.2007 sei er mit dem Thema “Fußballsponsoring” befasst gewesen. Da die DKB noch gar keinen Markteintritt in Österreich, schon gar nicht in den Ländern, in denen die HGAA im Kern tätig ist, vorhatte, ist dies nichts als ein haidergehorsames Vorratssponsoring. Die DKB ist in diesen Ländern bis heute nicht tätig, hat aber in “2009″ mehrere Millionen nach Kärnten überwiesen.

* An den Halbjahresbericht 2007 der HGAA kann sich Naser nicht erinnern. Wie auch, denn hätte er ihn gelesen, hätte er schon vor dem Closing der Milliardentransaktion erkennen können, dass die Erkenntnisse der Due Diligence (EUR 200 Mio. Wertberichtigung, etc.) in der Bilanz nicht verarbeitet wurden, dass eine Kapitalerhöhung über mehrere Hundert Millionen unausweichlich sein wird. Erst recht nachdem die Kroatische Nationalbank vor dem Closing eine kräftige Kapitalerhöhung der Hypo Töchter in Zagreb und Osijek verlangte.

* Mehr als eigenartig liest sich die von Naser am 3.11.2008 verfasste Notiz eines Gesprächs mit Berlin an den Vorstand der BayernLB. Darin stellt er Berlin als engagierten und motivierten Vorstandsvorsitzenden dar. Naser entschuldigt sich regelrecht, dass sich die “Wirren der letzten Wochen” nach Abschluss der Regierungsbildung in Bayern wieder normalisieren. Pikanterweise verfasste das von der BayernLB nach Kärnten entsandte Vorstandsmitglied Dörhöfer am 3.10.2008, also ein Monat zuvor, für den Vorstand in München eine vernichtende Beurteilung Berlins. Unter dem Titel “Wichtigste To do´s eines CEO der HGAA” fasste Dörhöfer die Top-Prioritäten für den CEO der HGAA zusammen: u.a. “Brechen mit der Vergangenheit, Klare Botschaften aussenden, Fehlleistungen sanktionieren.”

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