Monthly Archives: Januar 2011

Egal, wo man nicht kontrolliert – Faltlhauser im UA

>Wie gerade Naser „verteidigt“ sich Faltlhauser fast wortgleich im heutigen UA. Hätte man vor dem verhängnisvollen Signing noch eine Verwaltungsratssondersitzung einberufen, so hätte man den gleichen Kaufbeschluss gefasst. Das ist bezeichnend für ihre Auffassung ihrer Sorgfaltspflichten: Denn ein wenn ein Kontrollorgan nicht kontrolliert, ist es egal, ob es dazu eine ordentliche Sitzung einberuft oder nicht.

„…wir haben immer ausreichend umfangreiche Papiere bekommen, bis auf eine Ausnahme…“ Die Ausnahme war der Due Diligence Bericht, den die Verwaltungsräte aber auch nicht nachgefragt hatten.
Die anderen Ausnahmen sind Eckpunkte des Kaufvertrags, Sideletter, Sponsoring, Due Diligence Kroatien, absehbarer Kapitalbedarf, Derivateverluste, Hypo Consultants, Zusage an MAPS oder bei den ABS-Geschäften: Zielbeschluss, Ankaufsstopp, Ausschaltung des Risk Office: alles Punkte, bei denen der Vorstand die Verwaltungsräte nicht unterrichtete, diese aber auch nicht nachgefragt haben.

Neu war heute lediglich, dass Faltlhauser und Naser Schmidt nicht länger als den „korrektesten aller Vorstände“ betrachten, sondern ihm alle Schuld zuschieben wollen. Ihre eigene Verantwortung ignorieren sie bis heute. Einmal mehr hat sich bestätigt: Die Verwaltungsräte haben dem Vorstand blind vertraut, ihn in keinem einzigen Fall kontrolliert, sondern schalten und walten lassen, wie er wollte. Bis das Milliardendebakel angerichtet war.

Vorratssponsoring Naser – DKB macht Werbung, verkauft aber nichts!

>Den ehemaligen BayernLB-Verwaltungsräten Faltlhauser und Naser kommt beim überteuerten Kauf der Pleitebank Hypo Alpe Adria besondere Verantwortung zu. Hatten doch beide am 15.05.2007 dem Vorstandsvorsitzenden der BayernLB Werner Schmidt vor Beendigung der Due Diligence grünes Licht signalisiert. Beide wurden deshalb heute nochmals vor den  Untersuchungsausschuss geladen.

Ergebnis der heutigen Zeugeneinvernahme:

* Die Widersprüche in Punkto Bestechung Jörg Haiders konnte Naser heute nicht aufklären. Sein Wort steht gegen das Werner Schmidts, auch gegen die Aussagen des Beschuldigten Hanisch. Zur Erinnerung: Haider verlangte 10 Mio. Sponsorgelder für seinen Retortenclub SK Kärnten.
* Erst bei der DKB-Aufsichtsratssitzung am 12.07.2007 sei er mit dem Thema „Fußballsponsoring“ befasst gewesen. Da die DKB noch gar keinen Markteintritt in Österreich, schon gar nicht in den Ländern, in denen die HGAA im Kern tätig ist, vorhatte, ist dies nichts als ein haidergehorsames Vorratssponsoring. Die DKB ist in diesen Ländern bis heute nicht tätig, hat aber in „2009“ mehrere Millionen nach Kärnten überwiesen.

* An den Halbjahresbericht 2007 der HGAA kann sich Naser nicht erinnern. Wie auch, denn hätte er ihn gelesen, hätte er schon vor dem Closing der Milliardentransaktion erkennen können, dass die Erkenntnisse der Due Diligence (EUR 200 Mio. Wertberichtigung, etc.) in der Bilanz nicht verarbeitet wurden, dass eine Kapitalerhöhung über mehrere Hundert Millionen unausweichlich sein wird. Erst recht nachdem die Kroatische Nationalbank vor dem Closing eine kräftige Kapitalerhöhung der Hypo Töchter in Zagreb und Osijek verlangte.

* Mehr als eigenartig liest sich die von Naser am 3.11.2008 verfasste Notiz eines Gesprächs mit Berlin an den Vorstand der BayernLB. Darin stellt er Berlin als engagierten und motivierten Vorstandsvorsitzenden dar. Naser entschuldigt sich regelrecht, dass sich die „Wirren der letzten Wochen“ nach Abschluss der Regierungsbildung in Bayern wieder normalisieren. Pikanterweise verfasste das von der BayernLB nach Kärnten entsandte Vorstandsmitglied Dörhöfer am 3.10.2008, also ein Monat zuvor, für den Vorstand in München eine vernichtende Beurteilung Berlins. Unter dem Titel „Wichtigste To do´s eines CEO der HGAA“ fasste Dörhöfer die Top-Prioritäten für den CEO der HGAA zusammen: u.a. „Brechen mit der Vergangenheit, Klare Botschaften aussenden, Fehlleistungen sanktionieren.“

In Bayern ticken die Uhren anders…

>…postet mordsDing boa eh‘ als Kommentar zu meinem Interview im Telepolis News Channel.

Weil ´mordsDing boa eh‘ es gar so schön geschrieben hat ist, kann ich den Link niemandem vorenthalten:
Einfach auf die-Verantwortung-wird-folgendermassen-aussehen klicken!

Eitel Sonnenschein: Firmenbucheintrag zu Gribkowsky Stiftung

>Sehr geehrte Blog-Leser,
folgender Firmenbucheintrag (Handeslregister) findet sich zu Herrn Gribkowskys Sonnenschein Privatstiftung in Salzburg:

Stichtag 10.1.2011


Grundlage dieses Auszuges ist das Hauptbuch ergänzt um Daten aus der Urkundensammlung. Die mit 10.01.2011 historischen Daten sind durchgestrichen. Gelöschte Rechtsträger und Zweigniederlassungen sind seitlich mit dem Zeichen '#' markiert.
Letzte Eintragung am 23.07.2009 mit der Eintragungsnummer 4
zuständiges Gericht Landesgericht Salzburg

FIRMA
1 Sonnenschein Privatstiftung

RECHTSFORM
1 Privatstiftung

SITZ in
1 politischer Gemeinde Salzburg

GESCHÄFTSANSCHRIFT
1 Hellbrunner Straße 7, 5020 Salzburg

STIFTUNGSZWECK
1 Erhaltung, Vermehrung und bestmögliche Verwaltung und Veranlagung des Vermögens der Privatstiftung, die Versorgung des Stifters und der Begünstigten

VERTRETUNGSBEFUGNIS
1 Die Privatstiftung wird jeweils durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.

1 Stiftungsurkunde vom 03.05.2007 001
3 Änderung der Stiftungsurkunde vom 12.05.2009 002
in § 10 Abs. (2) und (3)
3 Stiftungszusatzurkunde Nr. 1 vom 12.05.2009 003



VORSTAND
A Ulrich Markus Leierseder, geb. 24.08.1960
1 Vorsitzender
vertritt seit 01.06.2007 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied
3 Funktion gelöscht
B Christoph Keim, geb. 02.08.1966
1 Stellvertreter des Vorsitzenden
vertritt seit 01.06.2007 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied
2 Funktion gelöscht
C Sven Blumers, geb. 03.01.1965
1 Mitglied
vertritt seit 01.06.2007 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied
3 Vorsitzender
vertritt seit 01.06.2007 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied
D Klaus Straßburger, geb. 17.04.1963
2 vertritt seit 01.08.2008 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied
E Heidi Kern, geb. 18.11.1968
3 Stellvertreter des Vorsitzenden
vertritt seit 09.07.2009 gemeinsam mit
einem weiteren Vorstandsmitglied

--- PERSONEN ---------------------------

1 A Ulrich Markus Leierseder, geb. 24.08.1960
1 Jensenstraße 4
DEU-81679 München
1 B Christoph Keim, geb. 02.08.1966
1 Obere Burghalde 56
DEU-71229 Leonberg
1 C Sven Blumers, geb. 03.01.1965
1 Niebuhrstraße 64
DEU-10629 Berlin
2 D Klaus Straßburger, geb. 17.04.1963
2 Kugelmüller Straße 14
DEU-80638 München
3 E Heidi Kern, geb. 18.11.1968
3 Werderstraße 34
DEU-7530 Baden-Baden
4 Werderstraße 34
DEU-76530 Baden-Baden

----------- VOLLZUGSÜBERSICHT ----------

Landesgericht Salzburg

1 eingetragen am 01.06.2007 Geschäftsfall 45 Fr 2689/07 x
Antrag auf Neueintragung einer Firma eingelangt am 10.05.2007
2 eingetragen am 23.08.2008 Geschäftsfall 45 Fr 5043/08 t
Antrag auf Änderung eingelangt am 20.08.2008
3 eingetragen am 21.07.2009 Geschäftsfall 45 Fr 5174/09 v
Antrag auf Änderung eingelangt am 10.07.2009
4 eingetragen am 23.07.2009 Geschäftsfall 45 Fr 5431/09 x
amtswegige Berichtigung

----------------------------------------

>Firmenbuchauszug: Gribkowskys Immobilienfirma

>

Stichtag 10.1.2011

FN 293823 v

Grundlage dieses Auszuges ist das Hauptbuch ergänzt um Daten aus der Urkundensammlung.
Die mit 10.01.2011 historischen Daten sind durchgestrichen. Gelöschte Rechts-
träger und Zweigniederlassungen sind seitlich mit dem Zeichen '#' markiert.
Letzte Eintragung am 10.11.2010 mit der Eintragungsnummer 6
zuständiges Gericht Landesgericht Salzburg

FIRMA
1 GREP GmbH

RECHTSFORM
1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung

SITZ in
1 politischer Gemeinde Salzburg

GESCHÄFTSANSCHRIFT
1 Hellbrunner Straße 7
5020 Salzburg

GESCHÄFTSZWEIG
1 Halten und die Verwaltung von Beteiligungen und Liegen-
schaften im In- und Ausland sowie deren Verkauf, deren
Betrieb, deren Verwaltung und Finanzierung
3 Halten und die Verwaltung von Beteiligungen und Liegen-
schaften im In- und Ausland sowie deren Verkauf, deren
Betrieb, deren Verwaltung und Finanzierung, sowie Unternehmens-
beratungsleistungen (ausgeschlossen Wertpapierdienstleistungs-
geschäfte)

KAPITAL
1 EUR 35.000

STICHTAG für JAHRESABSCHLUSS
1 31. Dezember

JAHRESABSCHLUSS
4 zum 31.12.2007 eingereicht am 10.09.2008
5 zum 31.12.2008 eingereicht am 02.10.2009
6 zum 31.12.2009 eingereicht am 05.11.2010

VERTRETUNGSBEFUGNIS
1 Die Generalversammlung bestimmt, wenn mehrere Geschäfts-
führer bestellt sind, deren Vertretungsbefugnis.

3 Generalversammlungsbeschluss vom 11.10.2007 001
Änderung der Erklärung über die Errichtung der Gesellschaft
im Punkt 3.1


GESCHÄFTSFÜHRER (handelsrechtlich)
A Dr. Gerald Toifl, geb. 17.11.1969
1 vertritt seit 06.06.2007 selbständig

GESELLSCHAFTER STAMMEINLAGE HIERAUF GELEISTET
B Sonnenschein Privatstiftung
 
1       ..............EUR 35.000
1 .............................. EUR 35.000
------------------------------------------
 Summen: EUR 35.000 EUR 35.000
  

--- PERSONEN -----------------------------------------

1 A Dr. Gerhard Toifl, geb. 17.11.1969
2 Dr. Gerald Toifl, geb. 17.11.1969
1 Am Heumarkt 7/26
1030 Wien
1 B Sonnenschein Privatstiftung
1 (FN 293367 y)
1 Hellbrunner Straße 7
5020 Salzburg


--- VOLLZUGSÜBERSICHT ---------------------------------

Landesgericht Salzburg

1 eingetragen am 06.06.2007 Geschäftsfall 24 Fr 3421/07 v
Antrag auf Neueintragung einer Firma eingelangt am 23.05.2007
2 eingetragen am 12.06.2007 Geschäftsfall 24 Fr 3843/07 p
amtswegige Berichtigung
3 eingetragen am 17.10.2007 Geschäftsfall 24 Fr 6996/07 a
Antrag auf Änderung eingelangt am 12.10.2007
4 eingetragen am 12.09.2008 Geschäftsfall 24 Fr 5964/08 t
Elektronische Einreichung Jahresabschluss eingelangt am 10.09.2008
5 eingetragen am 06.10.2009 Geschäftsfall 24 Fr 7686/09 h
Elektronische Einreichung Jahresabschluss eingelangt am 02.10.2009
6 eingetragen am 10.11.2010 Geschäftsfall 24 Fr 8437/10 x
Elektronische Einreichung Jahresabschluss eingelangt am 05.11.2010

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>Nach Verhaftung eines Ex-Managers muss auch HGAA-Kauf neu bewertet werden

>Seit dieser Woche gebührt der zweifelhafte Titel Skandalbank nicht mehr nur der österreichischen Hypo Group Alpe Adria, sondern jetzt auch der BayernLB selbst: Die Staatsanwaltschaft geht ganz offensichtlich davon aus, dass sich ein hochrangiger Manager der Bayerischen Landesbank mit Millionensummen hat schmieren lassen. Sie hat den früheren Landesbank-Risikovorstands Gerhard Gribkowsky heute verhaftet.

Skandalbank BayernLB

Die BayernLB muss sich jetzt nicht nur fragen lassen, warum offenbar wieder einmal sämtliche Sicherungs- und Kontrollmechanismen versagt haben. Auch der Kauf der Hypo Group Alpe Adria muss nun möglicherweise in einem neuen Licht bewertet werden. Vielleicht war auch hier deutlich mehr kriminelle Energie im Spiel, als bislang bekannt. Die Verhaftung von Gribkowsky, immerhin auch eine der zentralen Figuren beim Kauf der österreichischen Bank, wird den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine zusätzliche Dynamik geben.

>Grün, geht in Ordnung, Gelb Obacht, Rot problematisch!

>Herr Beckstein, schöner als auf Spiegel ONLINE kann man Ihr Verständnis der Welt fast nicht zusammenfassen 🙂

Zum Nachlesen den aktuellen Spiegel kaufen (ab Seite 26) oder einfach auf den Link klicken!