>Lauter engagierte und unbequeme BayernLB-Verwaltungsräte

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Die Zeugenbefragung des ehemaligen BayernLB-Verwaltungsratsmitglieds, Ex-Wirtschafts- und Ex-Finanzministers Erwin Hubers gehörte zu den peinlichen Höhepunkten des BayernLB/HGAA-Untersuchungsausschusses. Stellvertretend für alle ehemaligen Kontrolleure aus den Reihen der CSU oder des Sparkassenverbands steht Huber als lebender Beweis, dass die CSU aus den Milliardenverlusten nichts dazugelernt hat. Mehr noch, dass sich ein solcher Schadensfall überall dort wiederholen kann, wo ähnlich gehandelt wird.
Aus tausenden Seiten Akten, aus dutzenden Zeugenbefragungen wissen wir heute, dass kein einziges Verwaltungsratsmitglied jemals nachfragte, ob der Bankvorstand auch nur die primitivsten Regeln eines ordentlichen Kaufmanns beim Kauf der Hypo Alpe Adria Bank beachtete; wissen wir, dass die Herren bis heute nicht die genauen Vorgänge kennen oder kennen wollten. 
Hubers Aussage am 3.12. im Zeugenstand „ich würde mich selbst als engagierten, unbequemen, ja lästigen Verwaltungsrat bezeichnen“ entlarvt sich deshalb von selbst. Seine Aussage, dass ein Vorstand bei Problemen schon selbst hätte zu ihm kommen müssen, ist einmal mehr die Schutzbehauptung, um nicht selbst für die Schäden haftbar gemacht zu werden, zum anderen aber die Garantie, dass sich Kontrolltätigkeit á la Huber für die SteuerzahlerInnen jederzeit wieder negativ auswirken wird. 

Man braucht hier nicht Gesetze zitieren, um grobe Fahrlässigkeit zu erkennen. Gut aber, dass es hierzu klare Gesetze gibt!

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