>Live Blog Zeugenvernehmung Georg Fahrenschon (Fortsetzung)

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18:50 Ende der Zeugeneinvernahme. Ende des Live-Blogs.

Fahrenschon hat eineinhalb Jahre vertuscht und nicht gehandelt!
18:35 Fahrenschon hat viel gemacht, um das Debakel aufzuarbeiten, das seine Altvorderen angerichtet haben. Aber er hat reichlich spät damit angefangen, so spät, dass z.B. bei Schadenersatzklagen die Früchte jetzt von Österreich geerntet werden: er hat lange Klagen vorbereitet, die neue Führung hat sie jetzt im Umfang eines “dreistelligen Millionenbetrags” eingebracht. Noch später ist er dran, wenn es um die Aufarbeitung des Versagens beim Kauf angeht. Schon im Juli letzten Jahres hätte er – dank der Arbeit seiner Sonderbeauftragten Linner – wissen können und müssen, dass der Vorstand den Verwaltungsrat nicht ausreichend informiert hat und beim Kauf gegen seine Pflichten verstoßen hat. Was HengelerMueller jetzt dem Vorstand vorwerfen, dass er weder die HGAA genau genug geprüft noch sich abgesichert noch Abschläge vom Kaufpreis vorgenommen hat, hat Frau Linner Fahrenschon und den anderen Verwaltungsräten bereits voriges Jahr mitgeteilt.

Fahrenschon ist vorzuwerfen, dass er damals nicht gehandelt und keine rechtlichen Schritte eingeleitet hat. Wie heute war er viel zu zögerlich. Dass die Bank wegen des Kaufs auch gegen die alten Verwaltungsräte vorgehen muss, kann Fahrenschon bei seinem alten Parteifreund Janik nachlesen. Dieser ehemalige CSU-Landrat hat Fahrenschon – unaufgefordert, wie der sagt – eine rechtliche Stellungnahme angefertigt.
Darin heißt es über die “Handlungsmöglichkeiten des Finanzministers”, dass der Verwaltungsrat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht habe, “auf eigene Initiative an Informationen über die Geschäftsführung zu gelangen …, um so nicht auf ein ‘Informationsmonopol des Vorstands’ angewiesen zu sein.”
Das hätten nicht nur die Verwaltungsräte beim Kauf, sondern auch Fahrenschon bei der  Beurteilung des Verhaltens dieser Verwaltungsräte berücksichtigen müssen.
Insofern hat sich Fahrenschon mitschuldig gemacht.

17:49 jetzt bin ich dran, melde mich später wieder.


17:40 Pause für den Zeugen. Wir brauchen alle Kaffee.

17:37 es zieht sich…

17:30 Pohl fragt immer noch. Fahrenschon doziert – seine Krawatte ist moderner als die Hubers.

17:15 keine Pause für Fahrenschon. Jetzt fragt Pohl.

16:42 jede Antwort Fahrenschons auf Güllers Fragen endet mit einem 10-Minuten-Vortrag. Geringer Nutzen.

16:32 Fahrenschon ist gut vorbereitet. Jede Frage nimmt er zum Anlass, ausführlich weitere Teile aus seinen Akten vorzutragen.

16:30 Fahrenschon: er überwacht, und überwacht, und hat natürlich alles im Griff.
“Ich lasse mir nicht nur von der BayernLB Bericht erstatten, sondern auch von den Vorstandsvorsitzenden der Töchter.” Am Ende der Ehe mit der HGAA war auch Pinkl in München, gebracht hat es nichts. Kurz vor dem Abgrund redete dieser noch von schwarzen Zahlen.

16:25 Güller wird in den Fragen blumig, mir wird blümerant.

16:22 alle CSU´ler wieder da, Fahrenschon doziert immer noch.

16:19 Fahrenschon hochkonzentiert: es geht um die Zukunft der Bank, sie sei jetzt gut aufgestellt, sagt er. Aber es geht um seine Zukunft.

16:18 Fahrenschon doziert für Güller. Von den CSU-Abgeordneten sind nur noch zwei da.

16:13 jetzt ist Güller dran

16:09 Kreuzer will wissen, was ein “Beauty Contest” sei, und warum Hengeler Mueller diesen gewonnen habe. [Hengeler Mueller gewann die Ausschreibung für die Untersuchung möglicher Organpflichtverletzungen bei den ABS-Geschäften - der Auftrag wurde dann auf den Komplex HGAA ausgedehnt]

16:08 Ende des Monologs Fahrenschons

16:05 “ich habe alles richtig gemacht”, Gutachter bestellt, Gutachter bestellt, Gutachter bestellt, Gutachter bestellt,…

15:58 sein eigener Monolog bringt ihn ins Schwitzen.

15:57 Fahrenschon: “wir haben uns erfolgreich getrennt” [von der HGAA]

15:55 StM Fahrenschon doziert immer noch über den erfolgreichen Notverkauf der HGAA. “Der einzig gangbare Weg”, brachte immerhin EUR 1 (in Worten: einen Euro “frisches Geld”) in die Staatskassen.

2 Responses to >Live Blog Zeugenvernehmung Georg Fahrenschon (Fortsetzung)

  1. >Meine Oma achtet auch immer zuerst auf die Krawatte – nur von Banken versteht Sie mehr!

  2. >Vermutlich hat die Oma auch mehr Humor.