>Live Blog Zeugenvernehmung Erwin Huber – immer noch der Zweitgrößte (nach Stoiber)

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Der Live Blog geht weiter mit der Zeugenbefragung von StMF Fahrenschon später im Laufe des Nachmittags. Berichte zur Zeugeneinvernahme StMI Hermann und die Zusammenfassung Ex-StMF Huber folgen.

13:02 der Zeuge Huber wird unbeeidigt entlassen.

12:58 das Fragerecht geht an Aures.

12:58 Klein ist schnell fertig.

12:55 jetzt ist Klein dran. Berichte später ausgiebig über das Ergebnis meiner Befragung.

11:48 jetzt bin ich dran… melde mich später wieder

11:42 es zieht sich…

11:35 Pohl fragt immer noch. Huber kritzelt immer noch.

11:13 nach einer kurzen Erholungspause für Huber fragt jetzt Pohl.

10:49 Huber sagt jetzt: erst im Dezember 2007 wusste er konkret von der Kapitalerhöhung bei der HGAA. “Natürlich war die Unterkapitalisierung vorher erkennbar, wann und ob und wie hoch ist aber eine andere Frage!”

10:44 Huber räumt als bisher einziger VR ein, dass beim Kauf schon eine weitere Kapitalerhöhung als notwendig absehbar war. Nicht nur bei der Landesbank, sondern auch bei der HGAA.

10:38 der Offiziant bringt mir meine Hauspost: “der neue MVV Fahrplan” – genauso zuverlässig wie der Verwaltungsrat Huber

10:28 Güller sagt: “Sie können sich schon mal auf die Fragen vom Kollegen Dürr freuen.”

10:25 unentwegt kritzelt er …, wie auch im ersten UA zu den ABS-Geschäften. Damals bekam er schmutzige Finger, weil der Füller leckte.

10:18 Huber unterscheidet nicht zwischen “unternehmerischer Entscheidung, ob man kaufen soll und seinen Sorgfaltspflichten als Verwaltungsrat, wie gekauft wird. Auch sein “Back- Office” hat ihn nur zur unternehmerischen Entscheidung beraten, weil sie die Unterlagen gar nicht lesen konnten.

10:15 Auch die Freien Wähler lesen jetzt unseren Blog

10:10 StS Spitzners “heiße Kiste” – von denen es viele gab – könne nicht so heiß gewesen sein, denn Spitzner habe dem LOI (Letter of Intent) zugestimmt.

10:08 Huber: es sei üblich, dass man in Aufsichtsräten immer mit Tischvorlagen arbeite. In allen Sparkassengremien … [traurig!]

10:03 vor der Staatsanwaltschaft sagte er aus, er habe die VR-Protokolle nicht vorgelegt bekommen. Güller fragt deshalb, ob er denn Protokolle gelesen habe. Hubers Antwort ist ausweichend… z.B. mit “er musste die Protokolle nicht mehr freigeben…”. Dass er sie nicht las, nicht lesen konnte, will er einfach nicht zugeben…

10:00 Güller zählt Hubers Fehlzeiten in den 2007er Sitzungen des Verwaltungsrats auf. Huber war in keiner der wichtigen 2007er Sitzung (Kauf HGAA, ABS-Krisensitzung) vom Frühjahr 2007 bis Sommer 2007 anwesend!!! “Aber das Back-Office habe ja brav den Informationsstand abrufbar gemacht.” [auf gut Deutsch: wenn man dann hätte nachfragen wollen, dann hätte man nachfragen können]

09:59 jetzt stellt MdL Güller die Fragen

09:58 Auf seinem Notizblock kritzelt er Mind-Maps, er fuchtelt mit dem Kugelschreiber. Er strengt sich sichtlich an, komplexe Sachverhalte über Kapitalerhöhungen dem UA zu erklären:
Sein Fazit auf den Fall HGAA bezogen: es war kein Wunder und logisch, dass es gleich im Herbst 2007 zu Kapitalerhöhungen kam. Kreuzer ergänzte [zur versuchten Entlastung], dass das Thema “schnell notwendige Kapitalerhöhung” aber nie diskutiert wurde.

09:55 Kreuzers erste Frage, warum er Blankovollmacht zum Kauf gab, bevor Due Diligence fertig war, gibt Huber die Gelegenheit, alle Schuld auf den Vorstand abzuladen. [seine Form von Aufsicht: ist doch egal, was ich unterschreibe, andere werden schon aufpassen und richtig handeln] [jetzt können wir die Zeugenbefragung beenden, mehr wird er nicht eingestehen ... gut dass die Beweislage Bände spricht ... genau genommen 297 Bände]

09:50 sein Eingangsstatement ist beendet. Kreuzer stellt jetzt Fragen.

09:45 Erst im Oktober 2008 wurde vom Vorstand von Negativa bez. Jahresergebnis 2008 berichtet. [unglaublich, dass er nie nix erkannte, dass immer alle super war]

09:40 jetzt zitiert er Prof. Gerke vom Mai 2007, und andere … “der Kauf der HGAA sei richtig, die BLB sei auf dem richtigen Weg”. “Die damalige Kärntner Opposition [Grüne, SPÖ] beklagte sich sogar, dass die Bank verscherbelt worden sei.” Die Grünen in Bayern mögen sich doch dessen im Abschlussbericht erinnern! [Die Grünen haben sich zum Unterschied nie auf Berlin & Co verlassen, nachgeforscht und ZWEI Untersuchungsausschüsse eingesetzt!]

09:38 er ärgert sich über die Verluste, hat sich aber nichts vorzuwerfen

09:36 “Nein, die CSU Verwaltungsräte haben sich nicht blind in ein Abenteuer gestürzt”

09:34 Entwicklung 2008 und Prognose 2009: immer sagte man mir, dass sich die Bank prächtig entwickle. Sogar der Sparkassenvorstand….. “Ich Frage mich schon, woher speziell die Schuldzuweisung an die Verwaltungsräte kommt, wo doch alle zugestimmt haben…”

09:31 immer noch Hubers Eingangs-Monolog

09:30 Huber liest aus verschiedenen Pressemitteilungen, wo “neue” und “unerwartete” Unterlagen oder Risiken plötzlich aufgetaucht seien. [Er beruft sich tatsächlich auf "raffiniert versteckte Risiken"?]

09:28 Huber: Alles war positiv [positiv mit Betonung auf offenem "oh"]

09:25 Hat Leitlinien des StMF immer eingehalten. Denn man muss ja keine Berichte verfassen, wenn das StMF selbst im Gremium vertreten sei. [Heißt das, dass andere Ministerien/Vertreter die im gleichen Gremium sitzen, gleich daheim bleiben können?]
09:20 Huber ist stolz auf enorm viele Sitzung [aber wo war er denn???? und wo war die effektive Kontrolle???]

09.15 “Back-Office” im Ministerium gibt wertvollen Rat. Es wäre Verletzung der Sorgfaltspflicht, auf diesen Rat zu verzichten.

09:10 Aus seinem Eingangsstatement: Huber hat Vorstand nie blind vertraut, war immer kritisch, immer unbequemer Verwaltungsrat.

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