>Mit Schaufel und Besen: Das Erbe Stoibers

>In Zeiten allgemeinen Wachstums werden falsche Strategien vom Erfolg überdeckt. Wenn alles wächst, führt auch die dümmste Strategie zu einem guten Ergebnis. Erst in der Krise erkennt man, ob der Erfolg nachhaltig ist.

So betrachtet führt uns die Wirtschaftskrise die Schwächen Stoiberscher Wirtschaftspolitik glasklar vor Augen. Das Erbe Stoibers bröckelt schneller als man mit Schaufel und Besen zusammenkehren kann.

Eines der wichtigsten Instrumente Stoiberscher Wirtschafts- und Finanzpolitik war die Landesbank. Sie musste wachsen, sie musste heiraten, sie musste zukaufen, sie musste persönliche Lieblingsprojekte finanzieren. Risiken sah man nicht, man konnte nach Belieben politisch reinregieren, man besetzte seit Jahrzehnten Top-Positionen mit den “eigenen Leuten”.

Das Paradebeispiel für´s Reinregieren ist das Interconti am Obersalzberg: “politisch finanziert” durch die BayernLB hat das Luxushotel in all den Jahren seiner Existenz noch nie einen Gewinn abgeworfen. Sämtliche Verluste trägt der Steuerzahler – bereits in gut zweistelliger Millionenhöhe!

Über die Milliardenlast an ABS-Papieren in der BayernLB-Bilanz wurde bereits viel geschrieben, ich werde darauf zu gegebener Zeit zurückkommen. Die gerade versenkten 3,7 Milliarden Euro durch den Kauf der Hypo Alpe Adria sind Gegenstand des aktuellen Untersuchungsausschusses.

Die MKB-Bank, die ungarische Tochter der BayernLB mit Enkelunternehmen in Rumänien und Bulgarien, rücke ich an dieser Stelle in den Fokus. Wird sie das nächste Milliardengrab der Landesbank? Den rechtzeitigen Zeitpunkt des Verkaufs dieser Beteiligung hat man verpasst, mehrfach bereits! Ungarns nationale Vorschriften einerseits und die wirtschaftliche Lage andererseits erlauben auf absehbare keine Gewinne, sie werden mit ziemlicher Sicherheit weitere Verluste verursachen. Das dort von der BayernLB investierte Eigenkapital wird weder adäquat verzinst, noch jemals zurückgeführt werden können!

3 Responses to >Mit Schaufel und Besen: Das Erbe Stoibers

  1. >Den wahren Stoiber hat man nur kurz gesehen und zwar als er von Gabi Pauli mit der Kraft der Wahrheit gestellt wurde. Hocharrogant mit "So wichtig sind Sie nicht" und "Wem ich einen Termin gebe, bestimme ich" und total verfeigt verweigerte Stoiber ihr ein Gespräch und steckte sich damit selbst auf den Grill. Dort blieb er uneinsichtig, bis er schliesslich der Hitze nicht mehr standhalten konnte und seinen Rücktritt ankündigen musste. In den 9 Monaten seiner Karenzzeit bis zum endgültigen Rückzug arbeitete er dann am 3.75 Mrd.-Desaster, dem Kauf der HGAA mit, wohl in dem Irrglauben, sich damit ein Denkmal setzen zu können. Derzeit läuft er feige vor jeder Verantwortung davon.

    der Aktenfresser Stoiber ist meiner Meinung nach hocharroganter, total verfeigter Selbstbeweihräucherer und Davonläufer, je nachdem wie die Sache läuft – sieht er die Chance eine Erfolgsstory vorzugaukeln tritt er als Selbstbeweihräucherer auf, geht die Sache schief, sucht er das Weite und kann sich an keinerlei Beteiligung von ihm mehr erinnern.

  2. >Keine Schadensersatzansprüche der BayernLB gegen Kärnten

    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3926&Alias=wzo&cob=518631

    Bei den vom Vertuscher Georg Fahrenschon mit weit geöffnetem Munde angekündigten Schadensersatzansprüchen handelt es sich ganz offensichtlich um reine Bürgertäuschung und Dampfplauderei.

  3. >Erinnerung

    Kurt Faltlhauser direkt nach dem HGAA-Kauf:

    http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,398753,B

    Am Dienstag den 28. September dürfte er mit dem selben Grinsen, aber zusätzlich mit einem Sektglas in der Hand, seine Dummdreistigkeit in Vollendung zur Schau tragen.