>Insidergeschäfte – Von langer Hand eingefädelt

>Jetzt bestätigen sich unsere Vermutungen, dass der Deal von langer Hand eingefädelt wurde. Schon Mitte Dezember haben die Verantwortlichen der BayernLB starkes Interesse an der Übernahme der HGAA bekundet. Das hat der ehemalige Vorstandsvorsitzende Schmidt laut Augsburger Allgemeinen der Staatsanwaltschaft erzählt.
Klar ist jetzt auch, dass Vorstände und Verwaltungsräte der Landesbank Öffentlichkeit und Parlamente in Bayern und Kärnten belogen haben. Bisher wurde immer behauptet, der Deal sei erst im Februar 2007 Thema gewesen.

Am selben Tag, an dem der Kauf der BAWAG gescheitert war, also am 14.12.06, hat Schmidt Berlin und Kulterer gegenüber erklärt, dass er interessiert sei, wenn die BayernLB die Mehrheit bekommen könne. Der Landesbankvorstand hat das am nächsten Tag bekräftigt und auch gleich nach der Rückendeckung der Eigentümer gefragt. Zwei Tage später, bei der Geburtstagsfeier des Vorstandsmitglieds Hanisch (früher in Stoibers Staatskanzlei) hat Schmidt von Faltlhauser und Naser grünes Licht bekommen.

Lieber die Katze im Sack als wieder mit leeren Händen dastehen
Denn der Druck auf die Landesbank war groß: Sie wusste, dass sie kein erfolgreiches Geschäftsmodell hat, deshalb ja schon das „Kreditersatzgeschäft“ der dubiosen ABS-Geschäfte (bei denen ebenfalls viele Milliarden verloren wurden). Eine Bank, deren Kredite niemand will, hat ernste Probleme.
Die Fusion mit der LBBW, die die Sparkassen wollten, hatten Stoiber, Huber und Beckstein immer abgelehnt („Stand alone“). Also kamen sie auf die glorreiche Idee der „Osteuropa-Strategie“. Die HGAA war die letzte Gelegenheit. Deshalb musste es schnell gehen und es durfte nicht wieder scheitern. Das war die Linie, die die Staatskanzlei unter Stoiber und die Verwaltungsräte unter Faltlhauser, Beckstein und Naser vorgegeben hatten. Deshalb wollte man unbedingt die Katze im Sack kaufen (wie wir aus Linner- und Ernst & Young-Gutachten wissen). Es gibt also eine klare politische Verantwortung bei Stoiber, Faltlhauser, Huber und Beckstein. Sie haben den Druck erzeugt, der die Käufer mit Blindheit schlug.

Hans im Glück
Dabei war den Vorständen und den CSU-Politikern auch egal, dass sich Berlin & Co. eine goldene Nase verdienten. Berlin hat sein Angebot für Anteile der HGAA erst nach dem Gespräch mit Schmidt abgegeben. Er hatte also ein todsicheres Geschäft in Aussicht, mit einer enormen Gewinnspanne. Dass die Landesbank, also Naser, Faltlhauser, Huber und Beckstein, ihm dabei den dicksten Brocken vorstreckte, wissen wir schon länger. Ohne einen eigenen Cent und so gut wie ohne Risiko haben Berlin und seine Konsorten mehr als 100 Mio. verdient. Aber das nahmen Vorstände und Verwaltungsräte gerne in Kauf. Wie Hans im Glück waren sie sicher, ein besseres Geschäft gemacht zu haben.

2 Responses to >Insidergeschäfte – Von langer Hand eingefädelt

  1. >Kalkulation Berlin

    Stoiber + Faltlhauser = 2 x (Ruhm- und Grossmannssucht + Dummdreistigkeit in Vollendung + totale Ahnungslosig- und Verantwortungslosigkeit)

    Beckstein, Huber, Schmid, Schaidinger = 4 x (mitläuferische Tocker)

    Werner Schmidt = Amigo mio

    –> Gebrauchtwagenvertrag bei mobile.de herunterladen und damit 160 Mio. als Zwischenhändler verdienen

  2. Anonymous

    >Faltlhausers und Nasers Aussage bei der Staatanwaltschaft, es sei absurd zu glauben, dass sie "bei einer Geburtstagsfeier, stehend, mit dem Sektglas in der Hand" Schmidts Pläne abgesegnet hätten, könnte noch fatale Folgen für die Beiden haben. Aus meiner Sicht haben Faltlhauser und Naser den Fehler begangen, die Staatsanwaltschaft in gleicher Manier täuschen zu wollen, wie sie es vom Wählertäuschen her im Blut haben – die Beiden waren es gewohnt, Vorgänge als absurd zu bezeichnen, die nicht gewesen sein sollen. Staatsanwälte können sie so nicht täuschen. Diesen kommt es nur darauf an, ob Faltlhauser und Naser "grünes Licht" gegeben haben oder nicht, egal ob sie dabei auf einer Geburtstagsparty waren oder nicht und ein Sektglas in der Hand hatten oder nicht. Warum sollten Faltlhauser und Naser mit einem Sektglas in der Hand nicht reden und dabei Entscheidungen treffen können? Überhaupt wurden Verwaltungsratsitzungen bei der BayernLB von CSUlern hauptsächlich geschwänzt und als reine Abzocke und Abnickerei ganz ohne Denken verstanden. Da liegt es nahe, dass die Bankmanager die CSUler für nutzlose, bequeme Abzocker gehalten und sich Verwaltungsratentscheidungen auf Partys und dergleichen verlegt haben, insbesondere jene, die schnell gehen mussten und Amigos der Bankmanager bevorteilen sollten.