>4,5 Milliarden Euro Wertvernichtung beim Bayerischen Sparkassenverband in 3 Jahren – Fragen an den neuen Präsidenten Zellner:

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Beim Sparkassenverband ticken die Uhren völlig anders. Statt sich mit der komfortablen 50%-Beteiligung an der BayernLB frei nach dem Motto „Was ist schon ein Bankraub gegen die Gründung einer eigenen Bank“, zufrieden und zurückgelehnt noch viele Jahre Direktorenpfründe zu sichern, verspielte der Bayerische Sparkassenverband innert kurzer Zeit Haus und Hof.

Man förderte via BayernLB die Expansion am Balkan, man förderte den Verkauf von amerikanischen Ramschhypotheken, man förderte mit der DKB-Direktbank die Konkurrenz zu den eigenen Sparkassen und man verlor alles! Des Sparkassenverbands BayernLB-Beteiligung wurde durch den Freistaat auf einen homöopathischen Anteil verdünnt (aktuell noch knapp 4%). Der so erlittene Beteiligungsverlust der letzten drei Jahre beträgt mindestens 4,5 Milliarden Euro. Man verlor darüberhinaus wesentliche Mitgestaltungsrechte und musste zusehen, wie die eigenen Vorstands- und Präsidentengehälter steil gen Süden purzelten (endlich!!!). Verdiente Naser noch mind. EUR 600.000 im Jahr, so schrammt der neue Präsident Zellner mit EUR 450.000 p. a. schon fast an der “Armutsgrenze”.

Vieles an der Strategie des Sparkassenverbands erscheint mir unlogisch und ich wünsche mir vom neuen Sparkassenpräsidenten Zellner statt Platitüden und Sätzen wie: „Wir brauchen die BayernLB“ und „Die Landesbank spielt nach wie vor eine wichtige Rolle. Die Sparkassen brauchen weiter ein Zentralinstitut wie die BayernLB […]“, differenzierte Antworten zu den vom Vorgänger Naser angehäuften BayernLB-Problemzonen:

Herr Zellner:

Was soll mit den verbliebenen BayernLB-Beteiligungen in Osteuropa geschehen (MKB)?

Wie soll sich die Konkurrenz in Form der DKB gegenüber den Sparkassen weiterentwickeln?

Wird die Tochter LBS in den Händen der BayernLB bleiben?

Und vor allem, mit welchen Mitteln wollen Sie das für Ihren Verband gewünschte Vorkaufsrecht an der BayernLB einmal umsetzen?

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