>CSI-BayernLB: Aufklärung Fehlanzeige bei CSU und FDP im Internet

>Die Analyse der Internet-Seiten aller Landtagsfraktionen zum Thema BayernLB birgt Interessantes:

Nur zwei Fraktionen, nämlich SPD und Grüne führen einen eigenen Themenbereich “BayernLB”, der die Krise der Bank, die Entwicklung der ABS-Verluste, den “sorgfältigen” Kauf der Kärntner Hypo Alpe Adria behandelt, wo für jedermann/frau sachliche Informationen und Beiträge zum laufenden Untersuchungsausschuss oder der Zukunft der Landesbank zu finden sind.
Fehlanzeige bei den Freien Wählern, bei der FDP und, wer hätte es gedacht, Fehlanzeige bei der CSU!
Auf der CSU-Fraktions-Homepage findet man zum Thema im Zeitraum 2008-2010 ganze 18 Pressemeldungen. Meist sind es Jammerbeiträge einzelner Abgeordneter, die Opposition solle doch aufhören, die Bank schlecht zu reden! Zum Beispiel findet sich kein Beitrag, kein einziges Wort des langjährigen Oberaufpassers Erwin Huber. Die BayernLB ist das Unthema der CSU-Fraktion!
Die Homepage der FDP-Fraktion darbt bar jeglichen Hinweises zur CSI-BayernLB. Vielleicht ist es der mangelnden Navigationsmöglichkeit geschuldet, gibt es doch auf der FDP-Seite keinerlei Suchmöglichkeit. Ein wenig fündig wird man beim FDP-Mitglied des BayernLB-Untersuchungsausschusses Karsten Klein. Auf seiner Homepage ist der letzte Eintrag zum Thema vom 11.11.09, als er im Zusammenhang mit der BayernLB tatsächlich vom “Festhalten am Kurs des ausgewogenen Haushaltes” schrieb. Crime Scene Investigation ohne liberale Mitarbeit.
Bei den freien Wählern haben sich in den wenigen Monaten der Existenz der Fraktions-Homepage immerhin 107 Einträge und Meldungen zum Stichwort ergeben, jedoch keine eigene Themenseite.
Zur SPD: dort findet auf der Homepage eine umfangreiche Diskussion und Debatte zur BayernLB statt. Dazu 56 Einträge und Meldungen zum Thema.
Im Vergleich [Achtung Eigenlob!] stehen die Grünen gut da. Schon auf der Startseite der Homepage findet man an prominenter Stelle das Themenspecial “Milliardengrab Landesbank”, ausführliche Information zum ersten BayernLB-UA, zum aktuellen UA sowie 339 Einträge zur BayernLB im Zeitraum 2008 bis 2010.

2 Responses to >CSI-BayernLB: Aufklärung Fehlanzeige bei CSU und FDP im Internet

  1. >Der Vertuscher Georg Fahrenschon
    ging schon mit dem brisanten Linner-Gutachten, das BayernLB-Vorstände und Verwaltungsräte (durchweg CSUler) schwer belastete, auf Tauchstation. Dort liess er es dann unter Mitwirkung der Belasteten entschärfen, auch um sich selbst den Offenlegungsdruck zumindest etwas zu nehmen. Erst als das Orginal auf Umwegen der Opposition zugespielt wurde, bekam Fahrenschon Beine. Er wollte der Offenlegung durch die Opposition unbedingt zuvor kommen, um seine diletantische Vertuschung wenigstens etwas zu kaschieren, musste sich aber u. a. "dumme Ausreden" nachsagen lassen.

    http://www.abendzeitung.de/politik/meinung/151695

    Seine Aussage „Ich stehe für Aufklärung. Ich stehe für Transparenz.“ ist meiner Meinung nach unter der Rubrik "hemmschwellenlose Heuchelei, Lüge und Täuschung" einzuordnen. Es scheint sich bei Fahrenschon sogar um einen Roland Koch Nachahmungs-Täuscher zu handeln – brutalstmögliche Aufklärung versprechen und tatsächlich aber brutalstmögliche Nichtaufklärung betreiben. Der Aufklärer wird vorgeheuchelt, um die Bürger in Sicherheit zu wiegen und hintenherum möglichst unbeobachtet an der Nicht-Aufklärung zu arbeiten. Ich glaube nicht einmal, dass Fahrenschon auch nur eine einzige Silbe zustande bringt, die nicht von Heuchelei, Lüge und Täuschung geprägt ist, da er eindeutige Vertuschungs- und Nichtaufklärungsabsichten gezeigt hat und er gleichzeitig den Aufklärer geben will.

    An das Blendwerk "entschärftes Linner-Gutachten" will Fahrenschon ganz offensichtlich ein Gefälligkeits-Gutachten anbauen lassen:

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10009&pk=532261&p=1

    Dazu soll wohl die von ihm beauftragte Kanzlei "Hengelen Müller HM" die belasteten BayernLB-Vorstände und Verwaltungsräte schützen und jeder Aufklärung durch die vom Landtag eingesetzte Kanzlei "Flick, Gocke, Schaumburg FGS" entgegen wirken, jedenfalls drängt sich dieser Verdacht auf – Fahrenschon will vertuschen, also wird auch die von ihm beauftragte Kanzlei HM seinem Willen folgen. Der Ermittlungsstand der Kanzlei FGS wurde sicher nicht umsonst hinten herum der Kanzlei HM zugespielt, so dass die Kanzlei FGS möglichst lange ausspioniert werden konnte. Nach dem Auffliegen der Spionage sprach Fahrenschon von Startschwierigkeiten – beim Vortäuschen von Aufklärungswillen?

    Jedenfalls ist Fahrenschon nun zweimal als Vertuscher auffällig geworden und er kann jetzt erzählen was er will und noch so intensiv den Aufklärer vortäuschen – er wird unglaubwürdig bleiben. Ich halte ihn für einen CSU-Günstling, der jetzt seine Parteifreunde schützen will, die eine marode Bank mit einem Kaufvertrag übernommen haben, mit dem man nicht einmal ein Schrottauto kauft.

    Es ist sogar anzunehmen, das sich die Diletanten-Gemeinschaft BayernLB/CSU gemeinsam mit Dummdreistigkeit, Arroganz, Ahnungs- und Verantwortungslosigkeit und locker sitzenden bayerischen Steuergeldern zum Geprelltwerden aufgedrängt und dabei in 930 Tagen einen 3.75 Mrd.-Schaden (500 Euro pro 3.5 Sekunden verbrannt) verursacht hat, was jetzt verschleiert werden soll. Nach ganz offensichtlich überteuertem Kauf der HGAA, gab Fahrenschon fluchtartig in 12/09 sämtliche Anteile für einen symbolischen Euro zurück und legte den Österreichern noch 825 Mio. Euro bayerisches Steuergeld oben drauf. Angeblich liess er sich von den Österreichern am Nasenring durch die Manege führen. 3 Wochen später wollte er eine Rückabwicklung des Kaufs und machte sich noch lächerlicher.

    Bis Ende 2002 leitete Fahrenschon, wohl begünstigt durch sein Parteibuch, das Fachreferat "Risiko- und Controllingprozesse" der BayernLB, bis heute eine Totalversager-Abteilung. Versenkt wurden 2 Mrd. mit Leo Kirch, 5 Mrd. mit Schrottpapieren aus den USA, über eine Mrd. durch Kreditgabe an eine isländische Bank, 2 x Totalpleite mit österreichischer BAWAG und kroatischer Bank ….

  2. >Fahrenschon handelt parteipolitisch verblendet:

    http://www.ad-hoc-news.de/forderung-fahrenschon-lehnt-sitz-fuer-opposition-im–/de/Regional/Bayern/20808078

    Fahrenschons Aussage, einen Sitz der Opposition im Verwaltungsrat der BayernLB abzulehnen, weil nach seinen Worten "der Einfluss der Politik für das Mrd.-Debakel mitverantwortlich" gewesen sei, ist fatal falsch. Erstens waren nur CSUler im Verwaltungsrat und zweitens muss er dann konsequent zuerst einmal alle seine Parteifreunde aus dem Verwaltungsrat werfen und schliesslich sich selbst, insbesondere wenn er weiteren Schaden vermeiden will. Erst danach könnte er einen Sitz der Opposition ablehnen, müsste sich aber eine neue Ablehnungsbegründung einfallen lassen, denn kein einziger Oppositionspolitiker war mitverantwortlich für das Mrd.-Desaster. Fahrenschon scheint ein verblendeter parteipolitisch gesteuerter Selbsttäuscher zu sein oder die Bürger für dumm zu halten oder Beides.

    Hier noch die Fragen der Kanzlei FGS an die versagenden Verwaltungsräte der BayernLB, deren Beantwortung bisher verweigert wird:

    http://www.sueddeutsche.de/e5B38e/3252517/CDO-ABS-AAA.html

    Wollte Georg Fahrenschon wirklich aufklären, hätte er Kurt Faltlhauser, Günther Beckstein, Erwin Huber, Georg Schmid und Hans Schaidinger längst zur Beantwortung der Fragen drängen müssen.

    Beckstein war in den Aufsichtsratsitzungen fürs Wegdösen bekannt und ein anderer CSU-Minister soll demonstrativ unbeteiligt Zeitung gelesen haben. Dass die Bankvorstände bei solcher Anti-Aufsicht auf dumme Gedanken kommen und einen Mrd.-Schaden nach dem anderen anrichten, ist fast zwangsweise.