>Nürnberger Sparkassenchef Everding: "Ob die BayernLB überhaupt irgendwann einmal wieder Gewinne macht?"

>In der gestrigen Nürnberger Zeitung wurde der dortige Sparkassen-Chef Matthias Everding zitiert, er könne nicht sagen, “ob die BayernLB überhaupt irgendwann einmal wieder Gewinne macht”. Im gleichen Atemzug bewertet er die BayernLB, an der seine Sparkasse noch mit 0,25% beteiligt ist, mit einem Gesamtwert von 10 Mrd. Euro.

Das ist starker Tobak! In der Blüte ihrer Zeit, als die Milliardenverluste noch nicht bekannt waren, als das Finanzriesenrad weltweit in täglich höhere Dimensionen gedreht wurde, als die Bank zumindest satte Buchgewinne schrieb, war die BayernLB (siehe 1. Untersuchungsausschuss zur BayernLB) nie mehr als 9 Mrd. Euro wert. Was ist dann eine Bank wert, die a) auf absehbare Zeit keine Gewinne schreibt, für die b) der Finanzminister und der Wirtschaftsminister schon vergeblich Käufer gesucht haben, bei der c) die Risiken von faulen Krediten und noch fauleren ABS-Papieren noch immer nicht vollständig offen gelegt wurden, für die d) der Steuerzahler evt. sogar weiteres Eigenkapital hineinstecken muss?
Wenig bis nichts ist unsere Landesbank heute wert – abgewirtschaftet von großen und kleinen CSU-Politikern! Wäre Everding ehrlich zu sich und seiner Nürnberger Sparkasse, er müsste die Beteiligung auf Null abschreiben und für das Jahr 2009 einen Verlust buchen. Die Ausschüttung von 4 Millionen Euro an Kreis und Kommune, die er dennoch vornimmt, geht eindeutig zu Lasten der Zukunft!

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