>Schaidingers Zeit zur Kontrolle?

>OB Schaidinger, so stellt er es regelmäßig dar, nimmt und nahm seine Verantwortung als Verwaltungsrat der BayernLB immer ernst. Wie passt es dann zusammen, wie die Mittelbayerische Zeitung heute schreibt, dass er 2008 ganze 69h Arbeit mit der Landesbank hatte, in 2009 war er nur 44h für die Landesbank unterwegs. Gab es nichts zu kontrollieren? Waren seine Sitzungsvorbereitungen Privatvergnügen und Freizeitbeschäftigung? Wohl kaum, oder?

Zur Erinnerung: ab Mitte 2007 jagte eine Verwaltungsratsitzung die andere – es mussten die Millliardenverluste mit den ABS-Papieren verdaut werden, es mussten neue Vorstandsvorsitzende gefunden werden, es gab Strategiediskussionen über die Zukunft der Bank, es gab Stress mit der EU-Kommission mangels Geschäftsmodell, es galt, die Skandalbank aus Kärnten zu integrieren, und und und…
Dividiert man die Stundenzahl nur durch die Anzahl der Sitzungstermine, dann frage ich mich, wie eine ordentliche Vorbereitung überhaupt erfolgen konnte, dann frage ich mich, wie man Kontrolle effektiv ausüben kann.

Schaidinger soll nochmal kontrollieren, ob er noch die Kontrolle hat!

2 Responses to >Schaidingers Zeit zur Kontrolle?

  1. Jürgen Mistol

    >Wir Grüne hatten gestern im Regensburger Stadtrat beantragt, den Oberbürgermeister aufzufordern, seine Tätigkeit im Verwaltungsrat der bayerischen
    Landesbank aufzugeben. Leider konnte sich neben der CSU auch der Koalitionspartner SPD nicht dazu durchringen, dem Antrag zuzustimmen.

  2. Florian Eckert

    >Noch eine Info aus Regensburg: Für seine 44 Arbeitsstunden (Auskunft der hiesigen CSU-Fraktion)als Verwaltungsrat der Bayern LB bekommt Schaidinger jährlich 25.000 EUR. Die wandern allerdings in den Regensburger Stadtsäckel, da Schaidinger schon anderweitig sein Zuverdienstlimit ausschöpft.
    25.000 EUR : 44 Stunden = 568,00 EUR/Stunde. Wie sieht es bei diesem doch recht ordentlichen Stundensatz eigentlich mit Übernahme von Veranwortung für Fehlentscheidungen aus?